Diese Gedichte und kleine Geschichten habe
alle irgendwo in Büchern, CD-Booklets
und im Internet gefunden.
Ich lese solche Sachen total gerne, und ich
bewundere Menschen die so etwas schreiben können.
Die schönsten Sachen habe ich hier zusammengestellt.
enttäuscht
ich habe mich
getäuscht
in dir
in mir viel
liebe
verloren. zu viel
gewünscht,
geträumt - zu wenig
gesehen,
gespürt von
dir und was
Du willst.
Dein sehnen
falsch verstanden, als
sehnen nach mir.
buxtehude halt.
©M.Dietrich
Sterne
von unerfüllten
Träumen von der Sehnsucht nach Sternen
welche gemeinsam
angeschaut eine besondere Bedeutung
zu haben scheinen heller
zu leuchten scheinen ... und es geschah, daß sie frei war
und daß sie fand was sie bereits nicht mehr suchte.
© ixmaCyc
Gedichte
amitié
une rencontre
de la jeunesse
être jeune
tu es
moi, je suis aussi
amitié
demain un quart de siècle
tu es
et moi, je suis aussi
amitié
d'une manière quelconque
seulement
nous
© ALOH
Sowas wie Dich
Endlich
Gelebte Existenz
Wahre Gefühle
Gedankengut
Deiner
Ewigkeit
© ALOH
Mensch-Werdung
Ein kleines Kind
rennt hinaus
in die Wiesen
in die Welt
Stolpert
steht wieder auf
beginnt seinen Weg
von vorne
Kämpft
siegt und verliert
lächelt und weint
Läuft weiter
In ein paar Jahren
kehrt es zurück
als Mensch
© ALOH
Sprachlos
In deiner Stille
treibe ich
durch leere Worte
nichts sagend
auf der Suche
nach mehr Halt
© 2004 Th. Schmidt
Eine verträumte Begegnung
taucht mich langsam
in schlaflose Traurigkeit.
Schmale Tränen
fließen verblüht
aus schweigenden Augen.
bläulicher Nebel
wo niemand wohnt
fiebernd erfriert das Gefühl.
Einsamkeit, vertrauter Gefährte
Traum von Oleander
aus den Haaren fließender Regen.
©?
Hände
Wenn es bloß eines gäbe, das ich der Welt sagen könnte
Wäre es, dass wir alle in Ordnung sind
Und dass wir uns nicht sorgen sollten
Denn Sorgen sind Verschwendung - und nutzlos in dieserZeit
Aber ich lasse es nicht zu, nutzlos gemacht zu werden
Ich werde nicht aus Verzweiflung untätig sein
Ich werde mich an meinem Glauben aufrichten
Denn am meisten fürchtet die Dunkelheit das Lich
Meine Hände sind klein, ich weiß
Aber es sind ja nicht deine, sie gehören mir
Aber es sind ja nicht deine, sie gehören mir
Und ich werde nie zerbrechen
Armut stahl dir deine goldenen Schuhe
Aber dein Lachen stahl es nicht
Der Schmerz kam und besuchte mein Herz
Aber ich wusste, es würde nicht für ewig sein
Wir werden kämpfen, aber nicht aus Bosheit
Sondern weil jemand für die Gerechtigkeit eintreten muss
Denn wo es jemanden ohne Stimme gibt
Dort soll unsere zu singen beginnen
Meine Hände sind klein, ich weiß
Aber es sind ja nicht deine, sie gehören mir
Und ich werde nie zerbrechen
Am Ende zählt nur die Güte
Ich werde niederknien und beten
Ich werde niederknien und beten
Ich werde niederknien und beten
Wir sind die Augen Gottes
Die Hände Gottes
Das Herz Gottes
Wir sind das Spiegelbild Gottes
©Jewel übersetzung H.Hirsch
Heimgefunden
Mit meiner Nase
zwischen deinen Schulterblättern
habe ich geträumt
weil ich zu Hause bin
in deiner Haut
weil ich zu Hause bin
im Klang deiner Stimme
weil ich zu Hause bin
im Geruch deines Wesens
weil ich zu Hause bin
in der Tiefe deiner Seele
und im Traum habe ich geweint
weil ich heimgefunden habe
und ich bin aufgewacht
© w.Rauchenwald
Gedankenfluss
Dem Felsquellwasser gleich,
das frisch und klar
sprudelnd hervor schießt,
in steinigem Gelände,
an Grenzen stoßend,
seinen Weg findet,
sich im tosenden Lauf
teilweise verflüchtigt -
so sind meine Gedanken.
©Anadoria
Ich bin nicht von hier
Ich bin nicht von hier,
ich trage den Duft des Windes im Haar
und die Sternbilder darin
und ich begegne dieser Welt
mit gesundem Unglauben
und nehme meine Tage und Arbeit
nur vage wichtig
eine Methode, wie Spinnweg so zart
doch sie versetzt Berge.
© Jewel Kilcher
Der Sinn
Es ist alles schon
gesagt, getan, gemalt,
gedacht, gespielt, gefühlt.
Tausende Male
wurden Worte zu Büchern
Noten zu Musik
Farben zu Bildern
Gefühle zu zärtlichen Worten.
Was soll ich da noch?
Ich möchte der Bücher keines hinzutun,
oder der Noten und Bilder,
denn andere können das besser!
Wozu bin ich da?
Solche Finger habe nur ich,
und niemand besitzt solche Augen
zu diesen Haaren!
Und meine Nase,
der Fleck auf dem Rücken?
Diese unmögliche Handschrift?!
Ich gehöre zu den Einzelstücken.
Die sind wertvoll!
Dann bin ich wertvoll!
Für wen?!
Für Dich, Gott?!
Und für Euch?!
Dann hat noch
niemand etwas so
gesagt, getan, gemalt,
gedacht, gespielt, gefühlt
wie ich?!
Dann habe ich ja
noch so viel zu tun!
Danke Gott
für den Sinn.
© saron
Satirische Lyrik
Hamlets Geist
(Erich Kästner)
Gustav Renner war bestimmt die beste
Kraft im Toggenburger Stadttheater.
Alle kannten seine weiße Weste.
Alle kannten ihn als Heldenvater.
Alle lobten ihn, sogar die Kenner.
Und die Damen fanden ihn sogar noch schlank.
Schade war nur, daß sich Gustav Renner,
wenn er Geld besaß, enorm betrank.
Eines Abends, als man "Hamlet" gab,
spielte er den Geist von Hamlets Vater.
Ach, er kam betrunken aus dem Grab!
Und was man nur Dummes tun kann, tat er.
Hamlet war aufs äußerste bestürzt.
Denn der Geist fiel gänzlich aus der Rolle.
Und die Szene wurde abgekürzt.
Renner fragte, was man von ihm wolle.
Man versuchte hinter den Kulissen
ihn von seinem Rausche zu befrein,
legte ihn langhin und gab ihm Kissen.
Und dabei schlief Gustav Renner ein.
Die Kollegen spielten nun exakt,
weil er schlief und sie nicht länger störte.
Doch er kam! Und zwar im nächsten Akt,
wo er absolut nicht hingehörte!
Seiner Gattin trat er auf den Fuß.
Seinem Sohn zerbrach er das Florett.
Und er tanzte mit Ophelia Blues.
Und den König schmiß er ins Parkett.
Alle zitterten und rissen aus.
Doch dem Publikum war das egal.
So etwas von donnerndem Applaus
gab's in Toggenburg zum ersten Mal.
Und die meisten Toggenburger fanden:
Endlich hätten sie das Stück verstanden.
Brief eines nackten Mannes
(Erich Kästner)
Gelihbte Frau! Mir geht es so weit guht
auch siehst du aus den Brief das ich noch lebe.
Seit gestern abend bin ich ohne Hut
und an dem Schirm zerbrachen mir die Stäbe.
Doch ist dass nicht so schlimm, du siehst das ein
am Arm hab ich stattdessen braune Flecke.
Die Untergrundbahn mag ganz nützlich sein,
es war nur eine seer besuchte Strecke....
Ja soein Grohsstadtleben ist fammos.
Und ein Verbrauch ist hier an Wein und Bieren!
Ganz wundervoll. Das eine kränkt mich blos.
Wie konnt ich nur die goldne Uhr verliehren!
Vorgestern war sie ganz bestimmt noch da,
ein Fräulein fragte mich wie spet es wäre,
und als ich speter wieder nach ihr sah.
Na hin ist hin und ist mir eine Lehre.
Ich dachte kaufst dir eine neue Uhr .
Ja wär nicht auch das Portmannäh verschwunden
schon Tags vorher. Und ohne jede Spur
im Fundbüro hat es kein Mensch gefunden.
Wenn du einmal den Rumel sehen würdst!
Cafees und Bahrbetrieb und Tanzballäste:
Und ein Parkett! Ich bin mal hingestürzt.
Ganz spiegelblank. Nicht wie in unsern Neste.
Die Hose war dabei etwas geplatzt
drum wollt ich dann den dunklen Anzug tragen.
Den du im Koffer eingemottet hast
doch wo der Koffer ist wer kann das sagen.
Ich ließ ihn wohl im ersten Zuge stehn
da ich zunäxt in falscher Richtung reißte.
Den Mantel auch. - Geschehen ist geschehn.
Was fehlt mir noch? Das war ja wohl das Meiste.
Ich schreibe dir aus Engelshorns Hotel,
und hab kein Geld und nicht genügend Kleider.
Schick mir von beiden und schick beides schnell!
Ich muß ja nun nachhhauße....leider.....leider.
Die Patrioten
(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)
Ich saß in einer alten Schänke,
verräuchert waren Tisch und Bänke,
kaum sah man Ohren, Aug' und Nase,
ein jeder saß vor seinem Glase.
Und als sie so im Zwielichtscheine
still saßen da bei ihrem Weine,
da ward es Zwielicht auch in ihnen,
dass sie sich selber hell erschienen.
Die Augen funkelten wie Blitze,
sie rückten schnell von ihrem Sitze,
sie wurden laut und immer lauter,
vertrauter dann und noch vertrauter.
Wie sie aus voller Kehle sangen!
Und wie die Gläser hell erklangen!
»Gesegnet sei die gute Stunde!«
So scholl es laut aus jedem Munde.
»Dem König Heil! Heil seinen Fahnen!
Heil seinen guten Untertanen!
Heil seinen treuen, braven Knechten,
die für ihn sterben, für ihn fechten!«
Da gab es Witze, Scherz und Schwänke,
lebendig ward die ganze Schänke;
sie wurden toll und immer toller,
die Flaschen leer, die Köpfe voller.
Der eine fiel, der andre schwankte,
der eine sank, der andre wankte,
und hob sich einer auch mal wieder,
so fiel er mit dem andern nieder.
Und Wirt und Gäste, Tisch und Bänke
und Flaschen, Gläser, Scherz und Schwänke,
wie lag's beisammen da so traulich
und wie gemütich und erbaulich!
Die Nähe
(Christian Morgenstern)
Die Nähe ging verträumt umher ...
Sie kam nie zu den Dingen selber.
Ihr Antlitz wurde gelb und gelber,
und ihren Leib ergriff die Zehr.
Doch eines Nachts, derweil sie schlief,
da trat wer an ihr Bette hin
und sprach: " Steh auf, mein Kind, ich bin
der kategorische Imperativ !
Ich werde dich zum Näher steigern,
ja, wenn du willst, zur Näherin !" -
Die Nähe, ohne sich zu weigern,
sie nahm auch dies als Schicksal hin.
Als Näherin jedoch vergaß
sie leider völlig, was sie wollte,
und nähte Putz und hieß Frau Nolte
und hielt all Obiges für Spaß.
Holzhacker
(Fred Endrikat)
Ich hab' meinen Hauklotz geschlachtet.
Er war, weiß Gott, nicht mehr neu.
Ich hab' ihn voll Wehmut betrachtet,
er diente mir tapfer und treu.
Ich habe manch' knorrige Eiche
auf seinem Schädel zerschellt.
Es krachten die wuchtigen Streiche.
mein Hauklotz blieb stark wie ein Held.
Es sausten die Splitter der Buchen
beim Hacken mir wild um den Kopp.
Da half weder Schimpfen noch Fluchen,
mein Hauklotz sprach mutig: »Hau dropp!«
Er, den ich geliebt und geachtet,
das Schicksal zerkleinerte ihn.
Ich hab' meinen Hauklotz geschlachtet,
nun schmort er im trauten Kamin.
Zum Schornstein hinaus in die Ferne
entschwebt er, so leicht wie ein Hauch.
Fahr wohl, und grüß' mir die Sterne.
mein Hauklotz, - ein Wölklein von Rauch.
Menschenkenntnis
(Wilhelm Busch)
Ein Herr warf einem Bettelmann
fünf Groschen in den Felber;
das tat dem Armen wohl, und dann
tat es auch wohl im selber.
Der eine, weil er gar so gut,
kann sich von Herzen loben.
Der andre trinkt sich frischen Mut
und fühlt sich auch gehoben.
Die "lieben Verwandten"
(Wilhelm Busch)
Die erste alte Tante sprach:
Wir müssen nun auch dran denken,
Was wir zu ihrem Namenstag
Dem guten Sophiechen schenken.
Drauf sprach die zweite Tante kühn:
Ich schlage vor, wir entscheiden
Uns für ein Kleid in Erbsengrün,
Das mag Sophiechen nicht leiden.
Der dritten Tante war das recht:
Ja, sprach sie, mit gelben Ranken!
Ich weiß, sie ärgert sich nicht schlecht
Und muß sich auch noch bedanken.
Der Kenner
(Eugen Roth)
Ein Mensch sitzt stolz, programmbewehrt
in einem besseren Konzert,
fühlt sich als Kenner überlegen -
die anderen sind nichts dagegen.
Musik in den Gehörgang rinnt,
der Mensch lauscht kühn verklärt und sinnt.
Kaum daß den ersten Satz sie enden,
rauscht er schon rasend mit den Händen
und spricht vernehmliche und kluge
Gedanken über eine Fuge
und seufzt dann, vor Begeistrung schwach:
"Nein, wirklich himmlisch, dieser Bach!"
Sein Nachbar aber grinst abscheulich:
"Sie haben das Programm von neulich!"
Und sieh, woran er gar nicht dachte:
Man spielt heut abend Bruckners Achte.
Und jäh, wie Simson seine Kraft,
verliert der Mensch die Kennerschaft.
Der Freigeist
(Eugen Roth)
Ein Mensch warf Gott zum alten Eisen,
Um sich als Freigeist zu erweisen.
Ein Unmensch aber, aus dem Schrott,
Zog den verworfnen lieben Gott
Und machte daraus tausend Gottchen,
Im Auto baumelnd als Maskottchen.
Der Mensch vertraut auf dies nun frech,
Daß ihn es schütze - und sein Blech.
Das Böse
(Eugen Roth)
Ein Mensch - was noch ganz ungefährlich -
Erklärt die Quanten (schwer erklärlich).
Ein zweiter, der das All durchspäht,
Erforscht die Relativität.
Ein dritter nimmt, noch harmlos, an,
Geheimnis stecke im Uran.
Ein vierter ist nicht fernzuhalten,
Von dem Gedanken, kernzuspalten.
Ein fünfter - reine Wissenschaft ! -
Entfesselt der Atome Kraft.
Ein sechster, auch noch bonafidlich,
Will die verwerten, doch nur friedlich.
Unschuldig wirken sie zusammen :
Wen dürften, einzeln, wir verdammen ?
Ists nicht der siebte erst und achte,
Der Bomben dachte und dann machte ?
Ists nicht der Böseste der Bösen,
Ders dann gewagt, sie auszulösen ?
Den Teufel wird man nie erwischen :
Er steckt von Anfang an dazwischen.
Zahnweh
(Eugen Roth)
Bescheiden fängt ein alter Zahn,
der lange schwieg, zu reden an.
Entschlossen, nicht auf ihn zu hören,
tun wir, als würd' uns das nicht stören.
Der unverschämte Zahn jedoch
erklärt, er hab bestimmt ein Loch,
und schließlich meint er, ziemlich deutlich,
dass ihm nicht wohl sei, wurzelhäutlich.
Wir reden dreist ihm ins Gewissen:
?Wenn du nicht schweigst, wirst du gerissen!"
Doch wie? Der Lümmel lacht dazu:
?Das fürcht ich lang nicht so wie du!!"
Wir suchen mild ihn zu versöhnen:
?Ließ ich dich golden nicht bekrönen?
Schau, haben nicht wir beiden Alten
Zusammen jetzt so lang gehalten?
So manchen guten Biss geteilt?"
Es ist umsonst, er bohrt und feilt
Und sieht nicht ein, wie es verwerflich,
uns völlig zu zersägen, nervlich.
Wir werden stark! (In Wahrheit: schwach!)
Am nächsten Morgen kommt' s zum Krach.
Der Zahn wehrt sich mit Löwenmut;
Doch übersteht er's schließlich gut.
Uns aber bangt schon - Zahn um Zahn -
bald kommt vielleicht der nächste dran.
Zahnweh
(Wilhelm Busch)
Das Zahnweh, subjektiv genommen,
ist ohne Zweifel unwillkommen;
doch hat's die gute Eigenschaft,
daß sich dabei die Lebenskraft,
die man nach außen oft verschwendet,
auf einen Punkt nach innen wendet
und hier energisch konzentriert.
Kaum wird der erste Stich verspürt,
kaum fühlt man das bekannte Bohren,
das Rucken, Zucken und Rumoren -
und aus ist's mit der Weltgeschichte,
vergessen sind die Kursberichte,
die Steuern und das Einmaleins,
kurz, jede Form gewohnten Seins,
die sonst real erscheint und wichtig,
wird plötzlich wesenlos und nichtig.
Ja, selbst die alte Liebe rostet
- man weiß nicht, was die Butter kostet -
denn einzig in der engen Höhle,
des Backenzahnes weilt die Seele,
und unter Toben und Gesaus
reift der Entschluß: Er muß heraus!!!
Die Selbstkritik
(Wilhelm Busch)
Die Selbstkritik hat viel für sich,
Gesetzt den Fall, ich tadle mich,
so hab ich erstens den Gewinn,
dass ich so hübsch bescheiden bin,
zum zweiten denken sich die Leut,
der Mann ist lauter Redlichkeit,
auch schnapp ich drittens diesen Bissen,
vorweg den Kritiküssen,
und viertens hoff ich außerdem
auf Widerspruch, der mir genehm,
so kommt es denn zuletzt heraus,
dass ich ein ganz famoses Haus.
Wohlriechendes
(Robert T. Odeman)
Es sprach ein Limburger zum Harzer:
»Sie stinken einfach unerträglich!
Sie sollten in den Glockenkarzer.
Ist so was von Gestank denn möglich?«
Der Harzer schämte sich nun greulich
ob dieses Limburger Tiraden,
verlor die Fassung, wurde bläulich
und wurmte sich ganz voller Maden.
So pflegt es auf der Welt zu gehen:
Wer selber stinkt, wälzt dieses immer
auf andre, die daneben stehen,
und ist dabei noch zehnmal schlimmer.
Das kommt davon
(Robert T. Odeman)
Man bat mich, in ein Gästebuch zu schreiben,
und drückte mir die Feder in die Hand.
Ich dachte mir: das lass' ich lieber bleiben,
weil ich den Abend so abscheulich fand.
Weshalb bin ich denn bloß dahin gegangen?
Mich warnte doch ganz spürbar mein Instinkt.
Jetzt sitz' ich hilflos da und bin gefangen
und hoffe, dass mir ein Erguss gelingt.
Um ihn in diesen Monsterband zu schmieren,
in Leder und in echtem Pergament,
wie sie bei diesen Leuten existieren,
die man, pfui Teufel, besser gar nicht kennt.
Nun heißt es danken für die Artischocken,
die du ja schließlich mitgefressen hast.
Sie liegen nunmehr mit dem Henkell Trocken
in deinem Bauch wie eine Zentnerlast.
Die Pute samt dem Salm schwimmt auch darinnen,
auch die geeisten Erdbeer'n, das Kompott,
beginnen dir im Magen zu gerinnen.
Was schreibst du bloß? Oh Gott, oh Gott, oh Gott!
Bekunde ehrlich: Einfach unvergesslich!
Das kann ja nega so wie posi sein.
Drauf schäme dich und werde klein und hässlich
und sage zu dir selbst: Du dummes Schwein!!!
Hochfinanz
Wer den Groschen nicht ehrt, hat selbst nicht viel Wert.
(Robert T. Odeman)
Drei Groschen lagen auf der Bank,
schon abgegriffen, nicht mehr blank.
Und neben ihnen lag dort auch
mit Banderole um den Bauch
ein Päckchen Tausender im Bündel.
Der obere von diesen Scheinen
sah nur verächtlich auf die Kleinen.
Die hielt er alle für Gesindel.
»Ihr Kroppzeug«, sagte er gering.
»Hier seht mich an, ich bin ein Ding,
das immerhin beachtenswert.
Ein Jedermann mich hoch verehrt.«
Ein Groschen von den dreien nun,
der gab dem Burschen drauf Kattun:
»Gewiss, Sie sind was Imponantes,
jedoch nicht grade Interessantes.
Stelln Sie sich vor, man würde Sie
im Bäckerladen in der Früh
in Zahlung für zwei Brötchen geben.
Da könnten Sie mal was erleben,
wie sehr beliebt Sie sind, Herr Mille.
Na sehn Sie woll, da sind Se stille!
Ein zweiter Fall, der fällt mir grade
noch ein aus der Vergangenheit:
Ein Automat mit Schokolade
hat jedes Kinderherz erfreut.
Wen steckte man da in die Schlitze
als Gegenwert der Süßigkeit?
Nur uns!! Sie warn zu gar nichts nütze
trotz ihrer Vollgewichtigkeit.
Die Parkuhr aber heut zu Tage
erinnert jeden ungeniert,
dass immer noch die Groschenfrage
genau wie früher existiert.
Vergisst uns jemand einzustecken,
was häufig vorgekommen ist,
muss er vor diesem Ding entdecken,
dass niemals es Papiergeld frisst.
Gestatten Sie noch eine Frage.
Wann kommen Sie mal an die Luft?
Voll Angst verschließt bei Nacht und Tage
im Safe man Sie wie in der Gruft.
Noch etwas muss ich hier berühren,
obwohl ich es vermeiden möcht.
man pflegt Sie gern zu imitieren,
sehr häufig sind Sie gar nicht echt.
Ein Hauch von Kriminalgeschichten
umwittert Sie ein Leben lang,
von Strafprozessen und Gerichten,
nee, werter Herr, dann besten Dank!
Auch werden Banken Ihretwegen
sehr häufig heute ausgeraubt.
An uns ist keinem was gelegen,
was jeder uns aufs Wort wohl glaubt.«
Da hat der Tausender gezittert
und bebte innerlich empört.
Der Kleine hatte ihn erschüttert,
das hatte er noch nicht gehört.
»Doch nun das Schönste«, sprach der Groschen.
»Sind wir auch nur gering und klein,
ist unser Ruhm doch nicht erloschen,
wir können trotzdem wichtig sein.
Wir haben Dichter, Musikanten
in vielen Fällen inspiriert,
die als Motiv uns gern verwandten.
Selbst Beethoven hat komponiert:
»Wut über den verlorenen Groschen«.
Das spielt noch jeder Pianist.
Das Rondo wird nie abgedroschen,
weil dieses Werk unsterblich ist.
Und was gar Brecht und Weill erdachten,
ist auch kein feuchter Dreck, als sie
einst die »Dreigroschenoper« machten.
Ein jeder singt die Melodie
vom Haifisch und vom Mackie Messer.
Die bleibt als Evergreen bestehn!
Die beiden Herrn verstanden besser
mit kleiner Münze umzugehn.
Im Übrigen kann man auf Erden
viel schneller, als man es gedacht,
vom Tausender zum Groschen werden.
Mein Herr, das kommt oft über Nacht.«
Ein Würstchen-Drama
(Robert T. Odeman)
In einer großen Metzgerei,
inmitten riesiger Girlanden,
entdeckten sich sofort die Zwei
und gleich sich ihre Herzen fanden.
Sie war zu Haus in Frankfurt/Main,
von schlankem Wuchs, wie eine Gerte,
er war aus Regensburg und klein,
was aber sie durchaus nicht störte.
In seiner graden Bayern-Art
erklärte er ihr auf der Stelle:
»I bin total in di vernarrt.«
Ein Schaudern ging ihr durch die Pelle.
Sie hauchte nur: »Ich hab's gewusst
beim ersten Blick, du bist der Rechte.
Cupido traf mich in die Brust,
so dass ich keinen andern möchte.«
Sie liebte sehr die Poesie
und setzte ausgewählt die Worte.
»Bin ich mit Goethe«, sagte sie,
»geboren doch am gleichen Orte.«
»I hob' für sulche Spriach koa Hirn«,
entgegnete er sehr bescheiden.
»Oaber i siach, du bist a saubre Diarn,
do wärs scho richti mit uns Beiden -- «
Doch diesen Tag im Liebes-Mai
zerriss Frau Klempnermeister Krause,
sie kochte grade Erbsenbrei
und hatte keine Wurst im Hause.
Sie sprach: »Zwei Pfund von jenen dort«,
womit sie Regensburger meinte.
Schon nahm das Schicksal wieder fort,
was sie vor kurzem erst vereinte.
Der Metzger warf zusammen ihn
mit seinen Brüdern auf die Waage,
schon sah sie ihn von dannen ziehn,
die Frankfurt-Maid verging vor Klage.
Den letzten Blick auf dem Papier
warf er ihr zu mit einem Zipfel -
mit Messern schnitt's ins Herze ihr,
das Leid erreichte seinen Gipfel.
Stumpfsinnig und verlassen hing
im Laden nun das arme Bräutchen,
wo es bald an zu welken fing
und Runzelchen bekam ihr Häutchen.
Ein Knoblauch-Bengel warb um sie,
ein ordinärer Kerl aus Polen.
Sie sagte angewidert: »Nie!«
Und er: »Soll dich doch Deibel holen!«
Allein nun ihre Stunde schlug,
sie kam zum Pastor Franz Vermehren,
in dessen Küche man sie trug
mit ihrem Herz, dem überschweren.
Bald schmorte sie im Sauerkraut,
die nie gekannt des Herzens Manna.
Sie blieb wie eine reine Braut
wie einst die »Heilige Johanna«!
Die Hitze stieg, sie wurde prall,
was sie als tiefe Schmach empfunden,
dann platzte sie mit leisem Knall ---
nun hatte sie es überwunden!
Beim Mittagsmahl nach dem Gebet,
als der Pastor schon lüstern schmatzte,
rief er: »Verflixt und zugenäht!«
Und schmiss vom Teller die Geplatzte.
Doch wär ihm je was hier passiert,
was diesem Würstchen widerfahren,
so predigte er tief gerührt,
darüber sind wir uns im Klaren.
Was ist der kluge Mensch doch dumm,
indem er richtet, herzlos scheidet.
Und ahnt nicht, welch Martyrium
das kleinste Würstchen auch erleidet!
Die Güte in Person
(Robert T. Odeman)
Oft schau' ich mich per saldo an
und komme langsam zu Entschlüssen,
dass ich als ehrenwerter Mann
muss schließlich mal was machen müssen.
Und aus mir bricht die gute Tat,
die in mir ruhte fest verriegelt,
so geh' ich aufrecht durch die Stadt
und fühl' mich seelisch neu gebügelt.
Denn, man ist ja kein Schwein!
Die gute Tat wird erst geschätzt,
kann man sie vor der Menschheit zeigen.
Zum Beispiel, ist die Bahn besetzt,
tu ich mich vor der Armut beugen,
ich, der ich gut gekleidet bin,
geb' meinen Sitzplatz edelmütig,
der kleinen Frau im Volke hin;
dann sagt man: der ist wahrhaft gütig.
Denn, man ist ja kein Schwein!
Ein Bettler hockt am Dom-Portal
armseelig auf den kalten Stufen,
welch Wesen ist mir seine Qual,
der kommt mir grade wie gerufen.
Ich nehm' zwei Mark und denk', na gut,
das wär' ja noch ein Schnaps gewesen
und werf' das Geld in seinen Hut.
Das buch' ich über Werbungsspesen.
Denn, man ist ja kein Schwein!
Und hat der Irrtum Hand im Spiel,
am Postamt-Schalter zum Exempel,
bekam ich Geld heraus zuviel,
drück' ich mir auf den Bravheitsstempel.
Die Menge hört mich: »Lieber Mann,
sie haben mir zuviel gegeben!«
Ja, da stoßen sich die Leute an,
mmmh, - wie wenig trifft man den im Leben.
Denn, man ist ja kein Schwein!
Auch macht es mir zu Weihnachtsfest,
ein ganz besonderes Vergnügen,
wenn etwas sich verschenken lässt,
was man noch hat von früher liegen,
das passt so wunderhübsch sich ein;
sag' zum Empfänger ganz bescheiden:
»Aaach, von Dank kann keine Rede sein!«
Solch einen Menschen mag man leiden.
Denn, man ist ja kein Schwein!
Ja, ja, den Altruismus kann
im Leben nicht genug man üben,
dann sagt ein Jeder, solchen Mann,
den muss man einfach herzhaft lieben.
Das gute Beispiel braucht man nur,
ganz einfach so an's Licht zu heben.
Wer aber hat schon die Natur, - oh,ho,ho,ho.
die ist nicht Jedem mitgegeben.
Ja, sonst bist'e ja - ein Schwein!!!
Nicht von der Hand zu weisen
(Robert T. Odeman)
Nach jedem Kriege reden sie emphatisch,
die Herren an der Spitze der Nation,
vom Frieden philantropisch hochdramatisch,
ergriffen von der eignen Emotion:
»Wir wollen alle hüten ihn und hegen.
Kein Mann braucht künftig wieder ein Gewehr
auf einen andern Menschen anzulegen.
Wir wollen Menschen und kein Militär.«
Die dies mit einem Bibber uns versprochen
und Kloß im Halse vor Ergriffensein,
die haben schon sehr bald ihr Wort gebrochen
und ziehn die jungen Männer wieder ein.
Verdrehen uns mit honigsüßen Worten
ins Gegenteil, was vorher sie gesagt.
Und sie befehlen wieder allerorten,
wenn denen auch die Willkür nicht behagt.
Den »Bunten Rock«, das »Ehrenkleid« zu tragen.
Gewaltsam steckt man sie in die Montur.
Sie pflegen sie erst lange nicht zu fragen,
ob sie das möchten, aber keine Spur!
Der Eingezogene hat sich zu fügen.
Er kriegt per Post..... »Sie haben sich...!«
Man kennt die Tonart, sie macht kein Vergnügen.
Und weigert man sich, wird es fürchterlich.
Gesetzt den Fall, dies einmal angenommen,
die Jungen hätten in der ganzen Welt,
wenn die Befehle mit der Post gekommen,
sich völlig unberührt dazu gestellt.
Und jeder hätte diesen Wisch zerrissen,
wie einen x-beliebigen Prospekt.
Ihn achselzuckend ins Klosett geschmissen.
Welch ein Epoche machender Effekt!
Da blieben unbevölkert die Kasernen.
Die Mäuse wohnten friedlich dort im Spind.
An diesem Beispiel könnte man viel lernen,
wie machtlos dann die Vorgesetzten sind.
Mit offnen Mäulern hätten sie gestanden.
Was nun? Herr Hauptmann? Herr General?
Ganz plötzlich kein Interesse mehr vorhanden?
Der Menschen-Markt ist lustlos. Ein Skandal!
Da könnten alle Panzer und Gewehre
verrosten, denn die fasst kein Mensch mehr an.
Und auch das sogenannte Feld der Ehre
mit seinem Heldentod wär endlich dann
undenkbar, wenn an diesem schönen Tage
die Jugend einer jeglichen Nation
erklärte - das kommt nicht in Frage.
Doch leider bleibt dies vorerst Illusion.
Dafür muss eine alte Frau sehr lange stricken
(Robert T. Odeman)
Welch schönes Wort, das Wort Versicherungen!
man kriegt gleich ein Gefühl wie: warmes Nest.
Von dem, was dir der Werbemann gesungen,
bleibt dir im Ernstfall nur ein kleiner Rest.
Ja, heißt es dann, der Wert ist längst gemindert!
ein Paragraphen-Dickicht wächst empor.
So wird der Ahnungslose ausgeplündert
und kratzt sich nicht verstehend hinterm Ohr.
Die sind versichert, und ich geh' auf Krücken.
Dafür muss eine alte Frau sehr lange stricken.
Du sparst und sparst und willst ein Häuschen bauen,
man rechnet dir noch deinen Vorteil aus.
Es klingt verlockend, du bekommst Vertrauen,
nur leider wird dann später nichts daraus.
Das schöne Waldgrundstück, in dessen Mitte
das Haus einst stehen soll, bleibt Illusion.
Das Geld reicht nur für eine Hundehütte,
den größten Teil, den fraß die Inflation.
Und du kannst nur noch durch die Röhre blicken.
Dafür muss eine alte Frau sehr lange stricken!
Kommt mal ein Scheich hier an mit Frau Suleika,
den müssen wir auch gleich repräsentiern.
Dann machen sie Bankette und Kaleika,
im Fernsehn siehst du sie dann schnabuliern.
Doch keine Leberwurst und keine Grobe
mit Knobauch drin, die trinken auch kein Bier.
Das passt ja nicht zu Frack und Abendrobe.
Und wenn sie Hummer essen, sagst du dir:
»Das ist nicht ohne, was die da verdrücken.
Dafür muss eine alte Frau sehr lange stricken.«
Was in der Welt verpulvert wird an Summen
für Tötungsinstrumente aller Art,
davon kann einem nur der Schädel brummen,
das wird uns alle Tage offenbart.
Woher nimmt man die riesigen Beträge?
Na, dreimal darfst du raten. Untertan.
Die Steuergelder leitet man in Wege,
die alles andre sind, boß nicht human.
Wir schaudern, wenn den Saldo wir erblicken..
Dafür muss eine alte Frau sehr lange stricken!
Und nun der große Clou, die Mondvisiten.
Das ist des Wahnsinns letztes, dickes Ei.
Die Menschheit macht sich dran, es auszubrüten,
als ob da oben was zu holen sei.
Kein Regenwurm und nicht mal Ungeziefer
hält sich da auf, da gibt es nicht mal Luft.
man steigt hinauf und kommt nur immer tiefer.
Und was für Summen hat man schon verpufft!
Da hören selbst Computer auf zu ticken.
Dafür muss eine alte Frau sehr lange stricken!
Und wer das einmal ansieht von St.Peter,
wenn auf der Sänfte Seine Heiligkeit
getragen wird als Gottes Stellvertreter,
sagt sich vor dieser Pracht und Herrlichkeit:
»Was könnte dieser Mann mit seinem Stabe
für Segen stiften auf der ganzen Welt,
wenn er das Gold verkauft und diese Gabe
den armen Teufeln zur Verfügung stellt.
Denn womit sich die frommen Herr'n da schmücken,
dafür muss eine alte Frau sehr lange stricken!«
Die Fliege
(Wilhelm Busch)
Dem Herrn Inspektor tut's so gut
Wenn er nach Tisch ein wenig ruht.
Da kommt die Fliege mit Gebrummund
surrt ihm vor dem Ohr herum.
Und aufgeschreckt aus halbem Schlummer,
Schaut er verdrießlich auf den Brummer.
Die böse Fliege! Seht, nun hat se
Sich festgesetzt auf seiner Glatze.
"Wart nur, du unverschämtes Tier!
Anitzo aber komm' ich dir!!"
Behutsam schleicht er nach der Tasse,
Daß er die Fliege da erfasse.
Perdauz! - Darin ist er gewandt -
Er hat sie wirklich in der Hand.
Hier schaut er nun mit großer List,
Wo sie denn eigentlich wohl ist.
Surr! - Da! Sie ist schon wieder frei.
Ein Bein, das ist ihr einerlei.
Jetzt aber kommt es mit der Klappe,
Daß er sie so vielleicht ertappe.
Und um sie sicher zu bekommen,
Hat er den Sorgenstuhl erklommen.
Rumbums! Da liegt der Stuhl und er.
Die Fliege flattert froh umher.
Da holt er aus mit voller Kraft,
Die Fliege wird dahingerafft.
Und fröhlich sieht er das Insekt
Am Boden leblos ausgestreckt.
Erquicklich ist die Mittagsruh,
Nur kommt man oftmals nicht dazu.
Die Ballade vom lyrischen Wolf
(Carl Spitteler)
Frühlingslüfte lispelten im Haine,
Und ein Wolf im Silbermondenscheine,
Aufgeregt von lyrischen Gefühlen,
Strich, in seinem Innersten zu wühlen,
Melancholisch durch Gebirg und Strauch,
Liebe spürt er, etwas Weltschmerz auch.
Davor mög uns Gott der Herr bewahren:
Nachtigallenseufzer ließ er fahren.
Eine Rose hielt er in den Knöcheln,
Schwanenlieder in den Kelch zu röcheln,
Und mit honiglächelndem Gemäul
Flötet er ein schmachtendes Geheul.
Orpheus hörte diese Serenade.
»Herr Kollega«, bat er ängstlich, »Gnade!
Nutzlos quälst und quetschest du die Kehle,
Denn die Bosheit bellt dir aus der Seele.
Und mit einem Herzen voll von Haß
Bleibe, Bestie, ferne dem Parnaß.
Zwar auf Tugend mag die Kunst verzichten,
Liederliche sieht man Lieder dichten,
Aber Drachen mit Musik im Rachen -
Liebster, das sind hoffnungslose Sachen.
Aller schönen Künste weit und breit
Grundbedingung ist Gutherzigkeit.«